{"id":198,"date":"2014-06-05T16:07:41","date_gmt":"2014-06-05T14:07:41","guid":{"rendered":"http:\/\/eric-borger.com\/?p=198"},"modified":"2017-05-09T16:09:01","modified_gmt":"2017-05-09T14:09:01","slug":"schlaflos-im-sattel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eric-borger.com\/?p=198","title":{"rendered":"Schlaflos im Sattel"},"content":{"rendered":"<p>In 24 Stunden zur Qualifikation f\u00fcr das Race across America (RAAM)<\/p>\n<p>Bereits im letzten Jahr wollten mein Trainingspartner Stefan und ich ausprobieren, ob wir uns f\u00fcr das legend\u00e4re RAAM* qualifizieren k\u00f6nnen. Hierzu w\u00e4hlten wir den Swiss Cycling Marathon, ein Radmarathon \u00fcber 720km, der in 28,5h zu absolvieren ist. Wir hatten beide einen schlechten Tag erwischt und es im letzten Jahr nicht geschafft, daher das Ziel, es in 2014 erneut zu probieren.<br \/>\n*RAAM: beim RAAM handelt es sich um ein non-stopp Radrennen von der Westk\u00fcste zur Ostk\u00fcste der USA, bei dem rund 4.800km mit \u00fcber 30.000 H\u00f6henmetern in max. 12 Tagen zu absolvieren sind. Wobei es uns nur um die Qualifikation ging, eine Teilnahme ist auf Grund der damit verbundenen hohen Kosten nahezu ausgeschlossen (Sponsoren willkommen \uf04a).<!--more--><\/p>\n<p>Zur Vorbereitung auf den diesj\u00e4hrigen Swiss Cycling Marathon wollten wir, wie 2011 f\u00fcr Paris-Brest-Paris, Brevets (also Langstreckenradwanderungen) \u00fcber 200, 300 &#038; 400km sowie ein 24h Rennen in D\u00e4nemark nutzen. Die Brevets liefen gut und auch das Kurz-Trainingslager Ende Mai im Bayerischen Wald verliefen vielversprechend. Im Rahmen des 24h Rennen wollte ich dann testen, ob ich die f\u00fcr die Schweiz notwendige Geschwindigkeit \u00fcber eine so lange Dauer und unter \u00e4hnlichen Bedingungen (kein Windschattenfahren) auch halten kann. Und wer jetzt denkt, die Schweiz sei nicht mit D\u00e4nemark vergleichbar, dem sei gesagt, dass wir auch innerhalb der 24h mehr als 3.500 H\u00f6henmeter gesammelt haben. Also, flach ist anders.<br \/>\nFreitag vor Pfingsten haben wir uns dann auf den Weg nach Strib (Middelfart, S\u00fcdd\u00e4nemark) gemacht, dort noch eine Nacht im Hotel verbracht um dann ausgeschlafen am Samstag um 10 Uhr an der Startlinie zu stehen.<br \/>\nPunkt 10 Uhr erfolgte dann der Startschuss und das Tempo war von Anfang an recht hoch. Fast ein 36er Schnitt \u00fcber die erste 55km Runde (dass Rennen war aufgeteilt in eine Tagrunde a`55km, von 10 \u2013 22 Uhr zu befahren, eine Nachtrunde \u00fcber rund 13km von 22 bis 9 Uhr und eine 2km Finalrunde, welche von 9-10Uhr zu absolvieren war). Wenn ich der Zeitnahme glauben darf, bin ich auch die zweitschnellste Zeit \u00fcber diese Runde gefahren. Gut war es allerdings nicht, die 15km hatte ich, wohl wegen des Tempos Magenschmerzen, und die n\u00e4chsten Runden sp\u00fcrte ich die Belastung auch in den Beinen, wobei sich das \u00fcber die Zeit wieder gebessert hat.<br \/>\nRunde f\u00fcr Runde spulte ich dann in einem relativ hohen Tempo ab, auf wirkliche Pausen hab ich verzichtet. Es gab bis zum Abend lediglich kurze Stopps zum Austausch der Trinkflaschen und zum Auff\u00fcllen der Essensvorr\u00e4te.<br \/>\nKurz vor 22 Uhr, dann ein etwas l\u00e4ngerer Stopp zum Anbringen des R\u00fccklichtes, \u00dcberwerfen der Warnweste und Anziehen von Arm- und Beinlingen.<br \/>\nM\u00fcdigkeit kam w\u00e4hrend der Tour nicht auf, lediglich die Beine wurden mit der Zeit immer schwerer.<br \/>\nDie Bedingungen waren an sich optimal, gute 25 Grand und leicht windig am Tag, 13 Grad in der Nacht. Nur der Regen ab etwa halb acht Sonntag fr\u00fch h\u00e4tte nicht sein m\u00fcssen.<br \/>\nF\u00fcr uns Fahrer im RAAM Quali-Modus hat so ein Rennen etwas Ambivalentes. Auf der einen Seite d\u00fcrfen wir nicht Windschatten fahren, auf der anderen Seite h\u00e4ngen st\u00e4ndig Fahrer, die nicht im RAAM Modus unterwegs sind an unserem Hinterrad und ruhen sich aus. Irgendwie erh\u00f6ht das immer etwas den Druck, schneller zu fahren\uf04a<br \/>\nWie dem auch sei, ich bin weitgehend mein (Ziel-)Tempo gefahren, habe das Rennen mit 658km erfolgreich nach rund 23,5h auf Platz 16 beendet. Und obwohl es nur als ein Test f\u00fcr den Swiss Cycling Marathon gedacht war, konnten ich die hier die RAAM Quali-Norm von 400 Meilen bzw. 643,74km erf\u00fcllen. <\/p>\n<p>So k\u00f6nnte es gern in der Schweiz auch laufen.<\/p>\n<p>H\u00e4ufig wird man gefragt, was man w\u00e4hrend so einer Belastung isst bzw. ob man sich nur von Gels und Riegeln ern\u00e4hrt. Im Grunde ist es ganz einfach, man isst worauf man Lust hat. Bei mir sah das w\u00e4hrend des 24h Rennen wir folgt aus:<br \/>\nEtwa 10 kleine salzige Kartoffeln,<br \/>\neine Hand voll salzige N\u00fcsse,<br \/>\n2 Proteinriegel,<br \/>\n1 Energyriegel,<br \/>\n2 Landj\u00e4ger,<br \/>\n1 Banane,<br \/>\n1 Apfel,<br \/>\nrund 400 Gramm Haribo Fr\u00f6sche und Erdbeeren<br \/>\n2 Tafeln Ritter Sport<br \/>\nUnd etwa 20 Liter diverse Isogetr\u00e4nke und Wasser sowie rund 3 Liter Cola und Red Bull und eine Tasse Kaffee.<br \/>\nF\u00fcr die Dauer der Belastung im Grunde gar nicht mal so viel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In 24 Stunden zur Qualifikation f\u00fcr das Race across America (RAAM) Bereits im letzten Jahr wollten mein Trainingspartner Stefan und ich ausprobieren, ob wir uns f\u00fcr das legend\u00e4re RAAM* qualifizieren k\u00f6nnen. Hierzu w\u00e4hlten wir den Swiss Cycling Marathon, ein Radmarathon \u00fcber 720km, der in 28,5h zu absolvieren ist. 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