{"id":364,"date":"2017-08-05T21:26:55","date_gmt":"2017-08-05T19:26:55","guid":{"rendered":"http:\/\/eric-borger.com\/?p=364"},"modified":"2019-07-11T09:17:50","modified_gmt":"2019-07-11T07:17:50","slug":"pitz-alpin-glacier-trail-pagt17-dnf-is-an-option","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eric-borger.com\/?p=364","title":{"rendered":"Pitz Alpin Glacier Trail (#pagt17) &#8211; dnf is an option"},"content":{"rendered":"<p>Am letzten Wochenende stand mal wieder ein Ultratrail auf dem Programm, der Pitz Alpin Glacier Trail. 100km mit 6.700H\u00f6henmetern h\u00e4tten es sein sollen. Wobei h\u00e4tten und sollen es hier ganz gut trifft. Es hat n\u00e4mlich nicht sollen sein.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>W\u00e4hrend ich beim Langdistanz eine makellose Bilanz (16 LD\u00b4s, 1 Triple = 0 dnf\u00b4s) vorzuweisen habe, sieht\u00b4s im Ultratrail-Bereich schon anders aus. Von 11 Ultratrails (SwissAlpine K78, BrockenChallenge, Swiss Irontrail T81, Allg\u00e4u Panorama Ultra, kleiner KoBoLT, Defi des Seigneurs (2Mal), Sardona Ultra, Gro\u00dfglockner Ultra Trail, UTMB, Pitz Alpin) konnte ich nur 7 finishen. <\/p>\n<p>Nach dem letzten DNF kamen dann doch Zweifel auf, ob diese L\u00e4ufe wirklich das Richtige f\u00fcr mich sind. Gedanklich hab ich dann auch direkt den UTMB (oder CCC) 2018 abgehakt.<br \/>\nJe mehr ich dar\u00fcber nachdenke, desto mehr \u00e4ndert sich aber meine Meinung bzw. Sichtweise diesbez\u00fcglich. Nat\u00fcrlich ist es schade, das Ziel nicht zu erreichen, aber warum mache ich das \u00fcberhaupt? F\u00fcr die Finishline? F\u00fcr eine Medaille? Um irgendwem oder irgendwas zu beweisen? Nein, ich laufe durch die Berge, weil es mir Spa\u00df macht, weil ich die Landschaft liebe und gern die Grenzen meiner Leistungs- und Leidensf\u00e4higkeit austeste und eben manchmal an diese Grenze sto\u00dfe. Sollte ich deswegen aufh\u00f6ren und nur noch Stadtmarathone laufen? Ich denke nicht. Solange es Spa\u00df macht, sollte ich es einfach weiter machen, neue Strecken probieren, sich neuen Herausforderungen stellen und daran wachsen (oder eben manchmal scheitern). <\/p>\n<p>Aber zum Lauf selbst: Um 3:30 Uhr in der Fr\u00fch ging es los. Auf den  ersten 6-7km galt es, gut 1.400 H\u00f6henmeter zu \u00fcberwinden. Vom Start-\/Zielort Mandarfen auf 1.670m \u00fcber n.N. hoch \u00fcber die &#8222;Scharte Mittagskogel&#8220; auf 3.070m. W\u00e4hrend des Anstieges hing ich in einer kleineren Gruppe fest und wusste nicht, ob ich \u00fcberholen soll oder nicht. Auf der einen Seite konnte ich zwar schneller, auf der anderen Seite wollte ich nat\u00fcrlich auch nicht gleich zu Beginn zu viel Pulver verschie\u00dfen. Also blieb ich in der Gruppe.<br \/>\nNach dem \u00dcberschreiten des h\u00f6chsten Punktes ging\u00b4s bergab \u00fcber einen Verpflegungspunkt Richtung Gletscher. Hier galt es, die Spikes anzulegen und den Gletscher bzw. das Eisfeld zu queren, was aber dank der Spikes kein gro\u00dfes Problem war.<\/p>\n<p>Nach einem erneuten kleinen Anstieg zur Braunschweiger H\u00fctte, folgte dann der Downhill nach Mandarfen. Hier wurde ich dann von der Spitzengruppe des Gletscher Marathon\u00b4s, die 1,5h nach uns gestartet sind, \u00fcberholt. Hier hab ich dann mal vorgef\u00fchrt bekommen, wir man schnell einen Trail bergab rennt. Wahnsinn die Jungs.<br \/>\nNaja, das Bergablaufen war ja schon immer mein gro\u00dfer Schwachpunkt.<\/p>\n<p>Auf dem Weg nach Mandarfen lief ich mir dann direkt auch die erste Blase, die ich w\u00e4hrend einer kurzen Pause im Start-\/Zielort verarztet hab.<\/p>\n<p>Von Mandarfen ging es in den n\u00e4chsten Anstieg zum Riffelsee. Wobei es hier nur gute 600 H\u00f6henmeter zu \u00fcberwinden galt. Auch hier lag ich noch gut im Rennen, war \u00fcber ne Stunde vor dem Cut off. <\/p>\n<p>Der Weg zum und um den See, war dann zur Abwechslung mal gut zu laufen. Allerdings wurde es dann auch schnell wieder trailiger und der Weg schraubte sich sukzessive nach oben, bevor es nach einem Peak wieder etwas bergab zum Taschachhaus ging. Der Weg zum Taschachhaus hatte es allerdings in sich, hier galt es einige mit Drahtseilen gesicherte Passagen zu \u00fcberwinden. Die Sonne brannte zum jetzigen Zeitpunkt auch ordentlich, sodass ich mehrmals an Bergb\u00e4chen mein Wasservorrat auff\u00fcllen musste.<br \/>\nErschreckend fand ich, wie oft man auf diesem St\u00fcck den Rettungshubschrauber gesehen hat. Ok, es hat wohl nicht immer L\u00e4ufer, sondern auch Wanderer getroffen, aber ich denke, dass spricht f\u00fcr das Terrain bzw dessen Schwierigkeit. <\/p>\n<p>Nach der Verpflegung am Taschachhaus folgte ein langer Downhill zur\u00fcck nach Mandarfen. Allerdings hab ich hier schon gemerkt, dass mein Vorsprung auf den Cut Off deutlich geschwunden ist und der anfangs technische Downhill lag mir mal wieder nicht sonderlich gut. Zudem gesellte sich zu meiner ersten Blase am rechten Fu\u00df noch Eine am Linken, sodass auch hier l\u00e4uferisch nicht mehr viel ging. <\/p>\n<p>Auf dem Weg nach Mandarfen wurde mir dann klar, dass ich das Ding heute nicht zu bringen werden, egal ob ich noch kurz vor Cut Off ankomme oder nicht. Tja, so ist das halt manchmal. <\/p>\n<p>Trotzdem bleibt festzuhalten, dass es sich um ein tolles Rennen in grandioser Landschaft handelt. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/goo.gl\/photos\/s2BCoXm8DCgpkaS38\">hier gehts zu den Bildern <\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am letzten Wochenende stand mal wieder ein Ultratrail auf dem Programm, der Pitz Alpin Glacier Trail. 100km mit 6.700H\u00f6henmetern h\u00e4tten es sein sollen. Wobei h\u00e4tten und sollen es hier ganz gut trifft. 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