{"id":67,"date":"2016-06-24T15:05:54","date_gmt":"2016-06-24T13:05:54","guid":{"rendered":"http:\/\/eric-borger.com\/?p=67"},"modified":"2017-04-28T08:38:04","modified_gmt":"2017-04-28T06:38:04","slug":"austria-extreme-triathlon-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eric-borger.com\/?p=67","title":{"rendered":"Austria eXtreme Triathlon 2016"},"content":{"rendered":"<p>Als triathletisches Highlight f\u00fcr die Saison 2016 hatte ich mir den Austria eXtreme Triathlon ausgesucht, das Losgl\u00fcck blieb mir hold und ich bekam auch einen Startplatz f\u00fcr mein diesj\u00e4hriges Wunschevent.<br \/>\n <!--more--><\/p>\n<p>3,8km Schwimmen, in der 14 Grad kalten Murr bei Graz, 186km Radfahren mit insgesamt rund 3.800 H\u00f6henmetern und zum Abschluss knapp 44km Laufen mit 1.900 H\u00f6henmetern ist mal eine etwas andere Herausforderung, was sie f\u00fcr mich so interessant machte. Ab KM 27,6 muss der Athlet dann von seinem Supporter bis zum Ziel begleitet werden, damit er als erfolgreicher Finisher gewertet wird. Hierf\u00fcr hatte ich eigentlich Rina vorgesehen, aber die anderen Umst\u00e4nde haben ihre l\u00e4uferische Begleitung leider verhindert. So musste ich mich dann nach einer neuen Laufbegleitung umsehen und fand sie in meiner Vereinskameradin Annette.<\/p>\n<p>Freitags ging es los und wir fuhren in die Steiermark. Zuerst haben wir die Staumauer in Gr\u00f6\u00dfs\u00f6lk angefahren, die Wechselzone vom Bike zum Laufen und sind dann von dort die Radstrecke r\u00fcckw\u00e4rts Richtung Graz gefahren. Ich wollte einfach mal einen ersten Eindruck der Strecke bekommen und Verpflegungspunkte festlegen, an denen ich Getr\u00e4nke angereicht haben m\u00f6chte. Es handelt sich n\u00e4mlich um einen Selbstversorger-Wettkampf. Im Auto war die Radstrecke durchaus noch entspannt handelbar ;o)<\/p>\n<p>In Graz angekommen, haben wir das Hotel bezogen und uns kurz drauf zur Startunterlagenausgabe und Wettkampfbesprechung gemacht. Das war alles top organisiert und sehr famili\u00e4r. Nach der Wettkampfbesprechung ging\u00b4s noch schnell eine Pizza essen und dann fr\u00fch ins Bett, da die Nacht schon wieder gegen 2 Uhr enden sollte.<\/p>\n<p>Denn der Schwimmstart war bereits um 4:30 Uhr (das gibt einen Eindruck von der Herausforderung, die vor einem liegt\u2026 Zielschluss ist um Mitternacht), davor galt es, die Wechselzone einzurichten und diese \u00fcberhaupt erstmal zu finden. Das Navi hat uns n\u00e4mlich falsch gelotst und eine richtige Adresse hatten wir auch nicht. Aber mit Roadbook und etwas Karten entr\u00e4tseln haben wir es dann doch \u2013 etwas sp\u00e4ter als geplant, aber noch rechtzeitig \u2013 geschafft.<\/p>\n<p>Beim Check-In gab\u00b4s dann f\u00fcr jeden Starter ein GPS-Sender, der bereits beim Schwimmen in einer speziellen Weste zu tragen und das ganze Rennen mitzuf\u00fchren war.<\/p>\n<p>Gegen 4:10 Uhr ging es dann gemeinsam Richtung Schwimmstart, gut 200m flussaufw\u00e4rts von der Wechselzone entfernt. Bei den avisierten 14 Grad Wassertemperatur hab ich dann auf ein Einschwimmen verzichtet und bin nur mal kurz abgetaucht um das Wasser zu checken. So kalt kam es mir gar nicht vor.<\/p>\n<p>Nach dem Startschuss bin ich dann einigerma\u00dfen entspannt ins Wasser und gem\u00fctlich ein St\u00fcck flussaufw\u00e4rts zur ersten Boje geschwommen. Nach der Wende ging es dann 2km mit der Str\u00f6mung. Ich hab nicht auf die Uhr geschaut, aber ich kam mir ziemlich schnell vor. Der R\u00fcckweg hat daf\u00fcr gef\u00fchlt zumindest viel, viel l\u00e4nger gedauert. Es wollte einfach kein Ende nehmen. Zumal mir ab etwa der H\u00e4lfte der Schwimmstrecke irgendwie schlecht wurde. Egal, da muss man halt auch durch.<\/p>\n<p>Nach 1:09h kam ich aus dem Wasser und war ganz verwundert \u00fcber die Zeit. Erste \u00dcberlegung: die Schwimmstrecke war zu kurz. Allerdings sagte meine Uhr das Gegenteil. 3,96km. Ok, dann hab ich mit der Str\u00f6mung mehr Zeit gewonnen, als gegen die Str\u00f6mung verloren. Oder, das Training hat was gebracht und ich bin einfach besser geworden. Kann ja sein.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Wechsel auf\u00b4s Rad mit komplettem Umziehen hab ich mir gut 5 Minuten Zeit gelassen und bin gleich mit Druck losgefahren. Ich war schon positiv \u00fcberrascht, dass ich auf dem Crosser auch ordentlich Tempo machen kann. Allerdings war die \u00dcbelkeit vom Schwimmen noch da und auch der Darm wollte nicht so ganz mitspielen. Schade, im 100% fitten Zustand w\u00e4ren bestimmt noch ein paar Minuten mehr rauszuholen gewesen.<\/p>\n<p>Rund bei KM 85 ist mir beim Schalten dann die Kette runtergefallen und anschlie\u00dfend hat sich das Schaltwerk verabschiedet. Ich hab erst einen anderen Teilnehmer gefragt, ob er sich hier auskennt und einen Radladen wei\u00df, aber dem war nicht so. Dann hab ich meine Betreuer angeschrieben und gebeten, einen Laden zu googlen. Beim KM 95 war wieder ein Treffen mit meinen Betreuern vorgesehen. Dort bin ich dann erstmal in einem Supermarkt auf dem Kunden-WC eingekehrt, hab dann in der Apotheke Immodium besorgen lassen und hab den Grund des Schaltungsversagens gesucht. Das Runterfallen der Kette hat dem Schaltwerk wohl so ein Ruck versetzt, dass das Kabel der DI2 aus dem Ant+ Sensor gerutscht ist. Nach gut 30min\u00fctiger Unterbrechung sa\u00df ich dann aber wieder auf dem Rad und dank der Immodium ging\u00b4s mir auch langsam besser.<\/p>\n<p>Die drei Ansteige Gaberl, Sch\u00f6nberg und nat\u00fcrlich den S\u00f6lkpass hatte ich auf dem Schirm, aber zwischen Sch\u00f6nberg und S\u00f6lkpass, bei grob KM 150 kam noch ein kleiner giftiger Anstieg, der auch ziemlich K\u00f6rner gekostet hast. Naja, zum Gl\u00fcck geht\u00b4s hier nur ums Finish, nicht um neue Bestzeiten.<\/p>\n<p>Am Einstieg zum S\u00f6lkpass habe ich meine Supporter nochmal getroffen und neue Getr\u00e4nke aufgenommen. Als n\u00e4chster Treffpunkt war dann die Wechselzone vorgesehen, es sei denn, oben am Pass herrscht derma\u00dfen schlechtes Wetter, dass ich warme Kleidung brauchen w\u00fcrde, aber dem war nicht so.<\/p>\n<p>Gute 1,5h sollte der Anstieg zum Pass in Anspruch nehmen. Den einen oder anderen Athleten konnte ich hier, trotz meiner nicht so guten Performance, noch einsammeln.<\/p>\n<p>Oben angekommen hab ich schnell noch die Armlinge \u00fcbergestreift, zweimal in einen Riegel gebissen und mich dann auf der 15km langen Abfahrt erholt.<\/p>\n<p>In der Wechselzone angekommen, ging der erste Gang mal wieder Richtung Dixi, dann einmal komplett umziehen, vom Rad Dress in die Laufbekleidung und dann nur noch 44km Laufen.<\/p>\n<p>Nach einem flachen Kilometer im flotten Tempo, kam auch gleich wieder ein kleiner Anstieg. \u00dcber weitere 8 Kilometer mit einigen mehr oder weniger kleinen Gegenanstiegen ging es runter in Ennstal. <\/p>\n<p>In Moosheim, bei etwa KM 10 stieg dann Annette l\u00e4uferisch ein und begleitete mich bis zum Ziel.<\/p>\n<p>Hier ging es erstmal weitere 10km relativ eben weiter, allerdings merkte ich so langsam die Ersch\u00f6pfung, sodass es ein Wechsel von gehen und laufen war.<\/p>\n<p>Etwa bei der Halbmarathonmarke verabschiedete sich dann der Akku meiner Uhr, was zwar schade, aber f\u00fcr den Rennverlauf auch nicht weiter relevant war.<\/p>\n<p>Kurz vor der Silberkarklamm standen dann in einem Brunnen drei herrenlose Flaschen Bier, wovon ich mir mal eine g\u00f6nnte. Ist doch ne nette Abwechslung zu dem ganzen Iso-Zeug.<\/p>\n<p>Ab der Silberkarklamm hatten wir dann noch gut 3h bis zum n\u00e4chsten Cut-off bei Kilometer 39 und 5h bis zum Ziel. Am Check-Point bei KM 39, der Gl\u00f6salm haben wir dann die Stirnlampen angelegt und uns auf die letzten 5KM gemacht. Hier setzte dann auch ein Regen ein, der im Laufe der Zeit auch immer st\u00e4rker wurde. Recht steil ging es \u00fcber Bergwiesen hinauf zur Dachsteins\u00fcdwandh\u00fctte. Bis dorthin war auch alles gut markiert. Die Wegweiser des Veranstalters waren mit Licht ausgestattet, sodass der Weg zu erkennen war. Nach der S\u00fcdwandh\u00fctte haben wir allerdings die Wegweiser aus den Augen verloren (oder gab es keine mehr?). Das Ziel war da aber bereits in Sichtweite. Wir sind dann den L\u00e4ufern vor uns gefolgt, was mir aber irgendwann falsch vorkam. Da wir nach unten liefen, das Ziel aber \u00fcber uns lag.<\/p>\n<p>Ganz zur\u00fccklaufen wollten wir dann aber auch nicht, daher sind wir auf allen vieren einen Hang hinaufgekrabbelt und haben dort dann unseren Weg wiedergefunden.<\/p>\n<p>Jetzt noch zwei Schneefelder queren und wir sind so gut wie im Ziel.<\/p>\n<p>Das L\u00e4uten der Kuhglocken im Ziel w\u00fcrde immer deutlicher h\u00f6rbar und um 23:05 Uhr erreichten Annette und ich das Ziel. 18:35h Wettkampfdauer, das hat man auch nicht alle Tage. <\/p>\n<p>Im Zielkanal standen zahlreiche Helfer, die ordentlich Stimmung machten und im Ziel selbst wurden wir dann von Maria, der Veranstalterin in Empfang genommen.<\/p>\n<p>In der Talstation der Dachsteinbahn hatten wir dann Gelegenheit uns noch frische, warme Kleidung \u00fcberzuwerfen, um dann direkt mit dem n\u00e4chsten Shuttle runter nach Ramsau zu fahren.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen gab es dann f\u00fcr Athleten und Betreuer einen gemeinsamen Brunch mit Vergabe der Medaillen und Shirts und anschlie\u00dfen fuhren wir gemeinsam zum Finisherfoto auf Dachstein.<\/p>\n<p>Fazit: beim Austria eXtreme Triathlon handelt es sich um eine sehr anspruchsvolle, aber super und mit viele Herzblut organisierte Veranstaltung. Absolut empfehlenswert, wenn man mal einen au\u00dfergew\u00f6hnlichen Triathlon, abseits des gro\u00dfen Kommerz sucht.<\/p>\n<p>An dieser Stelle nochmal vielen Dank an meine Supporter.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/goo.gl\/photos\/kpZ17vxbv2MyF2F49\">hier gehts zu den Bildern <\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als triathletisches Highlight f\u00fcr die Saison 2016 hatte ich mir den Austria eXtreme Triathlon ausgesucht, das Losgl\u00fcck blieb mir hold und ich bekam auch einen Startplatz f\u00fcr mein diesj\u00e4hriges Wunschevent.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-67","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-rennberichte"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/67","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=67"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/67\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":81,"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/67\/revisions\/81"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=67"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=67"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=67"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}