{"id":73,"date":"2015-07-30T15:34:38","date_gmt":"2015-07-30T13:34:38","guid":{"rendered":"http:\/\/eric-borger.com\/?p=73"},"modified":"2017-04-28T08:40:04","modified_gmt":"2017-04-28T06:40:04","slug":"grossglockner-ultra-trail-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eric-borger.com\/?p=73","title":{"rendered":"Gro\u00dfglockner Ultra-Trail 2015"},"content":{"rendered":"<p>ein extrem hartes Ding und leider ein dnf f\u00fcr mich (und viele andere)<\/p>\n<p>Es sollte eigentlich ein langer, sehr langer Trainingslauf und gleichzeitig Materialtest (Schuhe, Rucksack usw.) f\u00fcr den UTMB werden. Gut, das Material wurde getestet nur so lange wie geplant wurde der Lauf nicht. Aber dazu sp\u00e4ter mehr.<!--more--><\/p>\n<p>Freitag fr\u00fch machte ich mich also auf den Weg von Maintal nach Kaprun, was wohl schon der erste Fehler war. Eine Anreise am Vorabend des Rennes w\u00e4re wahrscheinlich besser gewesen.<br \/>\nGegen 16 Uhr kam ich in Kaprun an. Als erstes ging es zur Taschenkontrolle  und Startunterlagenausgabe. Bevor man seine Startnummer erhielt, kontrollierte der Veranstalter das Vorhandensein der Pflichtausr\u00fcstung (Regenjacke, lange Hose, Langarmshirt, Erste-Hilfe Set, Stirnlampen u.v.m.). Nachdem dies erfolgt war, hatte ich noch gut 1,5h bis zum Start.<br \/>\nIm Startbereich traf ich Frank Maier, den ich letztes Jahr beim SwissIronTrail kennengelernt habe und Thomas Wagner, aus Nidderau. Gemeinsam schlugen wir die Zeit tot und warten auf das Briefing.<br \/>\nBeim Briefing warnte der Veranstalter die L\u00e4ufer schon mal vor, dass es ggf. zum Vorziehen der cut-off Zeiten kommen kann, wenn es die Wetterlage erfordert.<br \/>\nP\u00fcnktlich um 18 Uhr fiel dann zu Highway to Hell der Startschu\u00df. Es ging gut 1 Kilometer flach durch Kaprun, bevor es in den ersten Anstieg ging. Von 800 auf 1.700 Meter \u00fcber n.N. in weniger als 10km, erst kurz \u00fcber einen breiten Forstweg, dann \u00fcber einen Trail. Oben angekommen wurde man mit einem Blick \u00fcber den Zeller See belohnt, auch wenn es leicht tr\u00fcbe war. Die soeben m\u00fchsam aufgebauten H\u00f6henmeter wurden dann direkt auf den n\u00e4chsten 6km runter nach Fusch vernichtet.<br \/>\n\u00dcber ein paar wenige Meter Asphalt und anschlie\u00dfend wieder \u00fcber Forststra\u00dfen und Trails ging es weiter nach Ferleiten. Kurz vor der Kontrolle setzte die Dunkelheit ein und ich die Lupine auf. Gegen 22 Uhr und damit eine Stunde vor cut-off passierte ich die Kontrolle. Zu diesem Zeitpunkt noch irgendwo im breiteren Mittelfeld gelegen. Obwohl nicht ganz hinten im Feld, war leider schon die Cola leer. Ok, Erstaustragung, sowas passiert. Daf\u00fcr gabs RedBull Shots, Kuchen, Salzstangen, Riegel, Obst und wer\u00b4s mag, Tomaten.<br \/>\nAuf den n\u00e4chsten rund 12 Kilometern zwischen Ferleiten und Unterer Pfandlscharte mussten gute 1.500 H\u00f6henmter \u00fcberwunden werden. Anfangs \u00fcber einen breiten Forstweg, sp\u00e4ter \u00fcber schmale Trails, Schnee- und Eisfelder. Besonders beeindruckend empfand ich das Leuchten der Stirnlampen der anderen Athleten hoch \u00fcber mir im Berg. Ab Ferleiten bin ich dann mit Morten aus D\u00e4nemark zusammen gelaufen. Anfangs profitierte er etwas von meiner Lupine, sp\u00e4ter behielten wir diese \u201eZweckgemeinschaft\u201c aus Sicherheitsgr\u00fcnden bei. Es gibt einem doch ein besseres Gef\u00fchl, nachts nicht ganz allein auf diesen teils ausgesetzten Trails unterwegs zu sein.<br \/>\nBesonders abenteuerlich wurde es dann beim \u00dcberqueren der Scharte, da hier ein kurzes, aber relativ steiles Schnee- bzw. Eisfeld auf uns wartete, die Bergwacht Seile angebracht hatte und wir uns am Seil \u00fcber das Eisfeld ablassen mussten. Trailrunning war das eigentlich nicht mehr. Aber Spa\u00df hat\u00b4s trotzdem gemacht.<\/p>\n<p>Nun folgte der Abstieg zum Glocknerhaus und damit zur n\u00e4chsten Kontrolle. Es war gut 3 Uhr und ich lag somit 2 Stunden vor cut-off. Also eigentlich alles bestens. Direkt nach dem Glocknerhaus ging es wieder, erst steil dann etwas moderater, hoch auf gut 2.500 Meter \u00fcber n.N. zur Salmh\u00fctte, die auf die traillaufende Kundschaft eingestellt war von dort weiter zur Glorerh\u00fctte, an der wir die Wasservorr\u00e4te auff\u00fcllen konnten. Von der Glorerh\u00fctte sollten es rund 12 Kilometer bis zur Halbzeit in Kals sein und wir lagen noch gut in der Zeit. Aber ab hier war irgendwie die Luft raus. Es kamen dann noch ein paar Ger\u00f6ll- bzw. Felsfelder, die nur sehr schwer zu begehen waren und mir endg\u00fcltig den Stecker gezogen haben. Hier hatte ich dann auch Morten weitergeschickt, da ich uns bzw. ihn zu sehr ausgebremst h\u00e4tte.<br \/>\nDie Fortbewegungsrate lag nur noch bei etwa 2 Kilometern in der Stunde und ich sah mich die cut-off Zeit verfehlen. Gegen 10:45 Uhr kam ich kurz vor Kals nach einem steilen Abstieg aus dem Wald und sah einen Bus. Da war mir klar, der cut-off ist verfehlt und die  holen dich hier ab. Ein weiterer L\u00e4ufer sa\u00df bereits im Bus und wir warteten dann nur noch auf die zwei Jungs von der Bergwacht, die die Streckenmarkierungen wieder eingesammelt haben. Die ganzen L\u00e4ufer, die noch hinter mir waren, es m\u00fc\u00dften grob zwischen 30 und 50 gewesen sein, hat man bereits an einer anderen Stelle vom Berg geholt. Das erkl\u00e4rt auch, warum ich gegen Ende niemanden mehr gesehen hab. <\/p>\n<p>Fazit:<br \/>\nDer Nathan Elevation hat seinen Zweck erf\u00fcllt und die gesamte Ausr\u00fcstung aufgenommen, in den Altra Lone Peak mit den Feetures Socken hab ich mir keine Blasen gelaufen, trotz mehrfach nasser F\u00fc\u00dfe und die Garmin Fenix hat in mehrfacher Hinsicht versagt. Grob bin ich 55km gelaufen, die Uhr hat jedoch zuviel Kilometer angezeigt, mehrfach ausgesetzt und am Ende den Track nicht gespeichert. Echt \u00e4rgerlich. Weiterhin l\u00e4sst sich festhalten, dass der GGUT nur wirklich ge\u00fcbten Bergl\u00e4ufern zu empfehlen ist, die Strecke war das Anspruchsvollste, was ich bislang gelaufen bin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ein extrem hartes Ding und leider ein dnf f\u00fcr mich (und viele andere) Es sollte eigentlich ein langer, sehr langer Trainingslauf und gleichzeitig Materialtest (Schuhe, Rucksack usw.) f\u00fcr den UTMB werden. Gut, das Material wurde getestet nur so lange wie geplant wurde der Lauf nicht. Aber dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-73","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-rennberichte"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=73"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":84,"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73\/revisions\/84"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=73"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=73"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=73"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}