{"id":75,"date":"2014-08-15T15:35:58","date_gmt":"2014-08-15T13:35:58","guid":{"rendered":"http:\/\/eric-borger.com\/?p=75"},"modified":"2017-04-28T08:40:37","modified_gmt":"2017-04-28T06:40:37","slug":"swiss-irontrail-t-81","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eric-borger.com\/?p=75","title":{"rendered":"Swiss Irontrail T 81"},"content":{"rendered":"<p>Am vergangenen Freitag stand mit dem Swiss Irontrail mein l\u00e4uferisches Saisonhighlight an.<br \/>\n88,5km Kilometer und 5.010m sollten es laut Ausschreibung sein, auch wenn meine Uhr letztendlich 97km anzeigte.  3 Qualipunkte f\u00fcr den UTMB sollte mir der Lauf bringen, was er zwar auch tat, aber durch eine Erh\u00f6hung der Anforderung auf 8 Punkte f\u00fcr 2015, reicht es nun doch wieder nicht, f\u00fcr die gro\u00dfe Runde. Egal, Spa\u00df hat\u00b4s ja trotzdem gemacht.<!--more--><\/p>\n<p>Donnerstagnachmittag ging es runter in die Schweiz, die Startunterlagen haben wir dann Freitag fr\u00fch, direkt vor dem Start in Savognin abgeholt. P\u00fcnktlich um 10:30 Uhr fiel dann der Startschu\u00df und rund 120 L\u00e4uferinnen und L\u00e4ufer machten sich auf den Weg.<br \/>\nZu Beginn ging es erstmal eine 23km Runde um Savognin. Erst gut 3km relativ flach, dann moderat ansteigend \u00fcber Forststra\u00dfen, bis wir fast alle bei KM 6 falsch gelaufen sind. Der Vorteil, wenn man nicht ganz vorn l\u00e4uft, besteht aber nat\u00fcrlich darin, dass man sich nicht so weit verl\u00e4uft wie die F\u00fchrenden \uf04a Als mir der Tross entgegen kam, haben wir erstmal den richtigen Weg gesucht. Letztendlich ging es dann quer Feld ein, einen Anstieg nach oben. Es galt von Savognin nach Furschela da Colm, auf rund 11km teils auf Forststra\u00dfen, teils auf Wanderwegen, rund 1.200hm zu \u00fcberwinden.  Hier setzte dann das erst mal Regen ein, zum Gl\u00fcck nur leichter Niesel, zu wenig, um Regenbekleidung \u00fcberzuwerfen. Zudem lie\u00df der Regen auch recht schnell wieder nach. Von Furschela da Col ging es dann \u00fcber 12km ebenfalls wieder \u00fcber Wanderwege und Forststra\u00dfen durch eine sch\u00f6ne Berglandschaft zur\u00fcck nach Savognin. F\u00fcr diese 23km ben\u00f6tigte ich rund 4:15h.<br \/>\nNach einer kurzen Verpflegungspause(w\u00e4hrend ich kurz was a\u00df, f\u00fcllte Rina mir meine Flasche und Trinkrucksack auf) in Savognin ging es, mal abgesehen von ein paar Gegenanstiegen, weitgehend bergab zum tiefsten Punkt der Strecke nach Tiefencastel, auf 851 Meter \u00fcber normal Null. Auf diesem St\u00fcck wurde meine Bergabschw\u00e4che besonders deutlich, gleich zwei L\u00e4ufer sahen hier eindeutigen Verbesserungsbedarf. Aber nat\u00fcrlich ist es mir auch selbst aufgefallen, dass ich bergauf gut dabei bin und bergab einen Platz nach dem anderen abgebe.<br \/>\nIn Tiefencastel hab ich dann auch Carsten wiedergetroffen, einen L\u00e4ufer, mit dem ich ein St\u00fcck weit zusammen Richtung Furschela da Colm lief, der mich aber bergab wieder stehen lie\u00df. Wir sind dann gemeinsam Richtung Lenzerheide, dem n\u00e4chsten Etappenziel aufgebrochen.<br \/>\nWenige Kilometer nach Tiefencastel bin ich ihm allerdings bergauf wieder enteilt. Hier ging es teils \u00fcber Asphalt, teils \u00fcber Forstwege und Felder \u00fcber gut 750hm wieder etwas mehr bis Sporz bergan.<br \/>\nWeit und breit war hier kein L\u00e4ufer in Sicht, nur auf den 100hm von Sporz runter nach Lenzerheide holte mich erst Carsten und dann eine weitere L\u00e4uferin wieder ein.<br \/>\nRund 50km und gut 9,5h hatte ich bis hierhin in den Beinen. Rina wartete hier mit frischen Klamotten f\u00fcr die Nacht auf mich und auch hier wurde ich wieder toll unterst\u00fctzt. Ich zog mich um und verpflegte mich, Rina f\u00fcllte meine Getr\u00e4nke auf. Danke f\u00fcr alles.<br \/>\n Mit etwas Pasta, Cola &#038; Red Bull gest\u00e4rkt und in frischen warmen Sachen gekleidet, ging es in die Nacht. Auf den n\u00e4chsten 20km ging es \u00fcber den h\u00f6chsten Punkt des Rennens, das Weisshorn (2.653 Meter \u00fc.n.N.) nach Arosa. Gegen 21 Uhr schaltete ich meine Lupine an und war gespannt, ob sie bis zum Ende des Laufes oder der Nacht, je nach dem, was zu erst eintreten sollte, durchh\u00e4lt.  Letztendlich war ich froh, mit der Lupine einen \u201eFlutlichtstrahler\u201c dabei zu haben. Der ein oder andere Athlet mit einer \u201enormalen\u201c Stirnlampe tat sich doch schwer, die Markierungen zu sehen. Nachts auf einem Berg entlang wandern und die Ruhe genie\u00dfen ist  wunderbar. Man h\u00f6rt fast nichts, aus seinem eigenen Atem und ggf. etwas Wasser pl\u00e4tschern, einfach genial. Im Anstieg zur H\u00f6rnlih\u00fctte, 3km vorm Weisshorn, traf ich dann auf Frank, einen L\u00e4ufer des T 141 und wir beschlossen, ein St\u00fcck weit gemeinsam zu gehen. An der H\u00f6rnlih\u00fctte wollte Frank dann schlafen (er hatte ja auch bereits ein paar Kilometer und Stunden mehr in den Beinen), hatte es sich dann aber anders \u00fcberlegt. Hier trafen wir auch Carsten wieder und sind dann zu dritt zum Weisshorn weitergezogen. W\u00e4hrend wir auf dem Weg nach oben, noch durch Nebel und leichten Schnee gelaufen sind, war die Sicht vom Weisshorn ins Tal klar und man konnte sch\u00f6n die Lichter der Talorte erkennen. Ich schickte Rina von hier oben noch schnell eine SMS, dass ich nun hinter dem Zeitplan liege, aber alles in Ordnung sei. Auf dem Weg nach unten, hab ich Carsten und Frank dann ziehen lassen. Bergab waren sie einfach deutlich schneller und ich will ja auch niemand aufhalten.<br \/>\nGegen 3 Uhr in der Fr\u00fch kam ich dann in der Zivilschutzanlage in Arosa (1.739 Meter \u00fc.n.N.) an. Frank lag hier und machte einer Power Nap und Carsten sa\u00df bei Rina und hat das Rennen wegen Magenproblemen aufgegeben.<br \/>\nNach einer Suppe und ein paar Nudeln und wieder in frischen Klamotten, machte ich mich mit Frank auf die letzten 19km. Frank animierte mich noch einige Male zum joggen und wie liefen ganz z\u00fcgig \u00fcber die ebenen bzw. leicht welligen Passagen, nur in den \u201erichtigen\u201c Anstiegen und auf den schwierigeren Trails sind wir wieder gegangen. Als es dann nach einem zwischenzeitlichen Anstieg auf 2.000 Meter wieder leicht bergab ging, haben Frank und ich uns getrennt (was gut f\u00fcr ihn war, denn er wurde noch Dritter beim T141, Gl\u00fcckwunsch dazu!). In Jatz gab\u00b4s dann die letzte Verpflegung. Die Lupine konnte auf Grund des aufkommenden Tageslichtes auch abgesetzt werden, sie hatte \u00fcber 7 Stunden durchgehalten und noch keine Erm\u00fcdungserscheinungen gemacht). Von Jatz aus ging es erst \u00fcber eine Forststra\u00dfe, dann aber \u00fcber schmale Trials bzw. ein Ger\u00f6llfeld hoch zum Strelapass auf 2.346 Meter \u00fc.n.N.. Von hier an ging es nur noch bergab nach Davos.<br \/>\nNach 22:01,54 Stunden erreichte ich den Arkadenplatz und damit das Ziel in Davos. Platz 26 in meiner AK bzw. Platz 58 der M\u00e4nner, aber das war eh egal. Hier gings nur um Finish.<br \/>\nZur Veranstaltung: die Strecken waren super sch\u00f6n, die Landschaft, soweit sie im Hellen und damit sichtbar war, wundersch\u00f6n. Die Verpflegung, wie immer in der Schweiz war top. Energieriegel sind ja eh klar, aber Wurst, K\u00e4se, Trockenfleisch, Kartoffeln, Suppe, Nudeln, was will man mehr. L\u00e4uferisch war es das Anspruchsvollste, was ich je gelaufen bin bzw. wahrscheinlich war der Sardona \u00fcber die 80km genauso anspruchsvoll, aber da konnte ich letztes Jahr ja leider nur \u00fcber den Marathon finishen. Fazit: f\u00fcr Bergliebhaber eine super tolle Veranstaltung.<br \/>\nNach der Dusche gab\u00b4s dann erst eine Compax- dann eine echte Massage und nach ein paar Stunden Schlaf, haben Rina und ich uns dann auf dem Heimweg gemacht. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am vergangenen Freitag stand mit dem Swiss Irontrail mein l\u00e4uferisches Saisonhighlight an. 88,5km Kilometer und 5.010m sollten es laut Ausschreibung sein, auch wenn meine Uhr letztendlich 97km anzeigte. 3 Qualipunkte f\u00fcr den UTMB sollte mir der Lauf bringen, was er zwar auch tat, aber durch eine Erh\u00f6hung der Anforderung auf 8 Punkte f\u00fcr 2015, reicht &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/eric-borger.com\/?p=75\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eSwiss Irontrail T 81\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-75","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-rennberichte"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=75"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":85,"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75\/revisions\/85"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=75"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=75"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/eric-borger.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=75"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}