München-Stelvio-München

Eigentlich wollte ich ja letztes Wochenende mit dem Wohnmobil nach Livigno und die Strecke des ICON abfahren, aber da hatte sich Gewitter angekündigt, für dieses Wochenende hingegen sah der Wetterbericht gut aus. Blöd nur, dass ich dieses Wochenende das WoMo nicht hatte. Was also tun? Was verrücktes mal wieder.

Screenshot


Donnerstag ging’s nach der Arbeit mit dem Zug nach München und von dort direkt nach Südtirol. Von München führte mich die Route zunächst nach Bad Tölz, dann vorbei am Achensee nach Innsbruck .



Dann über den Brenner nach Stertzing und über den Jaufenpass nach Meran und entlang der Etsch nach Prad. In Trafoi, etwas oberhalb von Prad hatte ich mir ein Zimmer gebucht, um wenigstens eine Nacht zu schlafen.

Am nächsten Morgen ging es bei Kaiserwetter über das Stilfser Joch. Ich hoffe, dass das während des Icon ohne das Ganze Gepäck am Rad etwas entspannter geht. Vom Stelvio ging es dann über den Umbrail in die Schweiz und von dort wieder direkt ins Vinschgau.

Zurück im Vinschgau führte mich meine Route vorbei am Reschensee nach Nauders und von dort wollte ich die B180 nach Landeck fahren, müsste dann aber feststellen, dass dort inzwischen Radfahren verboten ist. Also ging es über die Norbertshöhe nochmal kurz in Schweiz und dann eben von dort Richtung Landeck. Hier verläuft dann parallel zur B180 ein guter Radweg nach Landeck. Von Landeck aus ging es dann weiter entlang des Radwegs nach Imst und von dort übers Hahntenjoch. Verpflegungstechnisch lief es weniger Rund. Nach Landeck bin ich in einem Café eingekehrt und wollte Kaiserschmarrn, da war die Küche schon kalt. Naja, einen Apfelstrudel hatten sie noch für mich.

In Imst habe ich zwar noch meine Flaschen gefüllt, aber zwei Flaschen waren dann doch etwas wenig für Hahntenjoch. Etwa 200 Höhenmeter unterhalb des Passes bin ich dann in einer Alm eingekehrt und auch hier war die Küche zu. Aber sie haben mir meine Wasserflasche aufgefüllt.

Nach der Abfahrt dann der nächste Versuch. Einkehr um kurz nach 20 Uhr in einer Gaststätte. Naja, was soll ich sagen, die Küche hat um 20 Uhr zugemacht. Essen wird eh total überbewertet.

Im Tal ging es dann weiter Richtung Weißenbach am Lech und von dort via Gaichtpass ins Tannheimer Tal und von dort über eine lange Abfahrt nach Pfronten. Vorbei an Neuschwanstein bei Nacht hatte ich noch gut 120km bis München vor mir, um dann gegen 5:30 Uhr den Zug nach Hause zu bekommen,

Fazit: perfektes Timing, das Wetter war super, viel Sonne, im Vinschgau mit rund 35 Grad zwar ziemlich warm, aber aushaltbar, nur ein paar wenige Regentropfen im Tannheimer Tal und kurz vorm Bahnhof in München. Am Ende waren es rund 690km, mit fast 10.000hm bei 35h im Sattel. Das hat mal wieder Lust auf mehr gemacht….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert