L‘ Integrale des fous- 2 Tage 150km

Nachdem die Qualifikation für den UTMB mal wieder verschärft wurde, war ich auf der Suche nach einem 6 Punkte Lauf und bin in den Vogesen fündig geworden.

Es sind zwar weiterhin 15 Punkte aus drei Rennen zu liefern, jedoch wurden die Anforderungen an die Strecken erhöht, sodass man die Läufe technischer und länger gemacht hat.

So stand am Samstag ein 107km Lauf mit 3.700hm auf dem Programm.

Die ersten 74km kannte ich bereits aus zwei früheren Teilnahmen, da es sich hier um die Strecke des „Defi des Seigneurs“ handelt. Auf diesen 74km konnte ich meine Zeit im Vergleich zu meinen beiden früheren Teilnahmen um gut eine Stunde verbessern.

Die neue, zusätzliche 33km Schleife hatte es dann aber in sich. Zunächst ging es über rund 50m durch einen kalten Bach. Mit kalten und nassen Füßen ging es dann weiter. Ein ständiges, trailiges Auf-&Ab, gut 1.200hm allein auf dieser Runde.

Gegen Ende wurde es dann nochmal eng mit der Cutoff-Zeit. Ich war der letzte Läufer, der die 100km Kontrolle passieren durfte.

Es waren da noch einige Athleten hinter mir, die dann leider ihren Lauf nicht beenden bzw offiziell finishen dürften.

Kurz vorm Ziel musste dann nochmal der Bach durchquert werden. Der war immerhin hat noch so unangenehm kalt, wie beim ersten Mal.

Als drittletzter Finisher errichte ich nach 16:36h das Ziel. 25 Läufer sind entweder vorher ausgestiegen oder am Cutoff gescheitert.

Strecke und Höhenprofil:

Nach einer kurzen und unruhigen Nacht, ging es am 2 Tag über 43km mit 1.500hm.

Die spannende Frage war nun, wie sich nach der Vorbelastung dann noch ein Marathon laufen lässt. Und es ging erstaunlich gut.

Da es sich gestern direkt nach dem Start im ersten Anstieg ziemlich gestaut hat, habe ich mich diesmal etwas weiter vorn eingereiht. Bergauf bin ich ja ohnehin schneller als bergab.

Ich wollte die Strecke in rund 6h absolvieren, um dann noch rechtzeitig zu Hause zu sein, damit ich die Kinder vorm Schlafen noch sehe.

Tja, was soll ich sagen. Ich war echt positiv überrascht, wie gut die Beine mitgemacht haben. Läuferisch war ich echt zufrieden. Lediglich der Magen bzw die Verdauung wollte diesmal nicht so, was zu drei zusätzlichen Pausen führte.

Die Streckenführung war etwas einfach als gestern, also der Anteil gut und leicht zu laufender Wege war höher.

So kam ich nach 6:03h also trotz der 3 Zwangspausen im Rahmen meiner Erwartungen ins Ziel und mit der Zeit sogar im hinteren Mittelfeld. Ich konnte also trotz der Vorbelastung noch recht viele „frische“ Läufer, also solche, die „nur“ den Marathon absolviert haben, hinter mir lassen. Auch konnte ich mich im Gesamtranking ein Stück weiter nach vorn arbeiten. War ich über die 107km noch Drittletzter, kam ich dann durch den ganz passablen Marathon auf Rang 34 von Gesamt 79 gemeldeten Läufern über die beiden Läufe.

Stecke und Höhenprofil vom zweiten Tag:

Es war wieder eine sehr gelungene Veranstaltung mit super Verpflegung und netten Helfern. Ein kleiner Wermutstropfen ist allerdings, dass es lediglich einheitliche Medaillen gab und zwar mit 74km Aufdruck, aber man macht es ja nicht wegen der Medaillen.

An dieser Stelle vielen Dank an meine Frau Katharina, die mir das freie Wochenende ermöglicht hat und mit den zwei Kindern mit Sicherheit die härteren zwei Tage hatte.

Hier noch ein Link auf Bilder und ein kurzes Video

https://photos.app.goo.gl/uSgWtk6n2CGXhRFdA

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