RATA-Runde….leider nicht

Für das Wochenende 26-28.06. hatte ich geplant, die RATA-Runde abzufahren und nach einer Rückfrage im Verein, hat sich mit Raffael Berger auch ein Mitstreiter gefunden. Der Plan war also, Freitags früh Richtung Nauders zu fahren, den Camper zu parken und direkt los zu radeln:

Wir kamen am frühen Nachmittag auf dem Campingplatz in Pfunds an und saßen gegen viertel vor vier auf den Rädern. Von Pfunds hoch nach Nauders, entlang des Reschensees sollte es dann weiter nach Prad am Stilfser Joch gehen, wo gleich der höchste Pass der Runde auf uns warten sollte. Doch in der Abfahrt nach Prad lies mich auf einmal die Schaltung meines Renners im Stich. Hinten war kein Schalten mehr möglich. Nach erfolgloser Fehlersuche fuhr ich mit dem Bus und Raffa mit dem Rad zurück nach Nauders bzw Pfunds. Dann galt es x Radläden abzutelefonieren und jemanden zu finden, der sich um mein Problem kümmern konnte und wollte. Am nächsten Morgen um 8:30 Uhr hatte ich bei www.baldisport.it einen Termin. Mirko war der einzige Mechaniker den ich gefunden hatte, der meinte, er hätte Ersatzteile und kenne sich mit der elektronischen DI2 aus.

Es hatte sich eine Steckverbindung zwischen Akku und Schaltwerk gelöst, die leider recht kompliziert über dem Tretlagergehäuse verbaut ist. So musste die Kurbel und das Lager ausgebaut und zur Sicherheit etwas längere Kabel verlegt werden. Eine Stunde und 100 Euro später haben wir dann schnell einen neuen Stellplatz für das Wohnmobil gesucht und gegen 10:30 Uhr erneut auf Tour gemacht. Dass die RATA Runde jetzt zeitlich nicht mehr klappt, war klar, aber ein paar Berge wollten wir schon noch mitnehmen. Also kurz umgeplant: Anfang wie gehabt. Stelvio, Gavia, Mortirolo, Bernina und dann über den Ofenpass durchs Val Müstair zurück nach Prad. Das sollte bis Sonntag früh möglich sein.

Nun also auf zum Stelvio, Raffas erstem Alpenpass. Wir sind relativ entspannt in etwas unter 3h hoch zum Pass gekurbelt. Oben gab´s dann Würstchen mit Sauerkraut (und das war nicht meine Idee) und nach einer kurzen Pause haben wir uns auf die Abfahrt nach Bormio gemacht.

Hier hatte Raffa dann einen Platten, aber das war zum Glück schnell behoben. Von Bormio aus ging es dann direkt weiter zum Gavia. Letztes Jahr bin ich den bereits von Ponte di Legno aus im Rahmen des StoneBrixiaMan hochgefahren und nun dieses Jahr als Überfahrt von Bormio aus. Im Gegensatz um Stelvio hatten wir hier deutlich weniger Verkehr und es war eine sehr angenehme Auffahrt. Hier trafen wir auch 2 andere Fahrer, die ebenfalls die RATA Runde vor sich hatten. Puh, es gibt noch mehr Verrückte 🙂

Verpflegung am Gavia

Etwas weniger als 2,5h hat es von Bormio hoch zum Pass gedauert. Die Abfahrt nach Ponte di Legno war (wie schon im letzten Jahr) auf Grund der schlechten Straße nicht ganz so entspannt. Weiter ging es dann von Ponto di Legno Richtung Mortirolo. Im Gegensatz zum RATA, welches den Teilnehmer erst einmal um den Berg rumführt, um die Fahrer dann von der steilen Seite über den Pass zu schicken, hatten wir aus zeitlichen Gründen die Seite von Monno aus bevorzugt. Für mich war das ganz gut, da ich den Mortirolo nun von drei Seiten gefahren bin. Auch diesen Pass hatten wir, wahrscheinlich angesichts der Uhrzeit, fast für uns.

Nach der zügigen Abfahrt vom Mortirolo ging es weiter Richtung Schweiz/Sankt Moritz via Bernina Pass. Aber erstmal Verpflegung:

Gegen 21:30 Uhr ging es dann weiter und für Raffa kam die erste Nachtfahrt.
Ich hatte von kurz nach der Grenze/Verpflegungspause bis etwa 6km unterhalb des Passes einen Hänger und hab mich echt schwer getan.

Aber nach einer kurzen Pause, dem Überziehen von ein paar wärmeren Sachen, einer Tüte Haribos und einem Red Bull lief es bei mir auch wieder. Allerdings hatte Raffa jetzt zu kämpfen.

Gegen 1 Uhr Nachts hatten wir dann die Passhöhe erreicht und nach einer weiteren Schicht warmer Kleidung auf die Abfahrt Richtung Sankt Moritz gemacht.

Und in der Abfahrt passierte es wieder, die Schaltung streikte. Ich habe dann im Tal die außenliegenden Stecker überprüft, aber die waren in Ordnung. Es lag also der Verdacht nahe, dass das Problem wieder im Rahmen liegt. Damit war die Tour dann entgültig vorbei.

Jetzt bestand das Problem, von Sankt Moritz wieder nach Prad zu kommen. Bus und Bahn fuhren natürlich um die Zeit keine und auch für den nächsten Morgen war nicht klar, wie wir die Räder transportieren sollten. Mit der Bahn nach Zernez wäre es wohl gegangen, aber wie von dort weiter? Nach ein paar Telefonaten mit Taxiunternehmen und etwas Verhandlungen haben wir uns dann für 300 Franken ein Taxi nach Italien gegönnt.

Bleibt als Fazit: sehr, sehr teures Wochenende mit Werkstatt und Taxifahrt, aber geniale Pässe und Bergpanoramen. Spaß gemacht hat es ja trotzdem irgendwie:-) Und irgendwann klappt es bestimmt auch mal wie geplant.

Hier noch ein Link auf alle Bilder und wenn ich mal mehr Zeit folgt noch ein Video

https://photos.app.goo.gl/zWs6CNtKTGhJ4cWGA

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