Pfalztrail, „I run 661km“- Challenge & Frankfurt Marathon

Zum einen habe ich nach dem dnf beim thorXtri noch ein Erfolgserlebnis gesucht und zum anderen wollte ich noch ein paar UTMB Punkte sammeln, daher habe ich mich für den Pfalztrail gemeldet.

Die Suche nach dem Erfolgserlebnis war natürlich risikobehaftet, da ich seit dem Ironman keine langen Läufe mehr absolviert hatte und sich mein Lauftraining während der Elternzeitreise insgesamt sehr stark in Grenzen hielt, aber ich dachte mir, gut 70km sollten eigentlich machbar sein, wenn man es nur locker genug angeht. So kam es dann auch, dass ich als Letzter oder Vorletzter über die Startlinie ging und recht langsam los trabte. Ok, ganz so langsam, wie die Leute direkt vor mir, konnte und wollte ich dann auch nicht laufen und fand nach ein paar Kilometern meine Pace. Es lief besser als erwartet, die Trails waren gut zulaufen. Viele Singletrails, aber technisch nicht schwer und nach gut 5h waren dann auch die ersten 40km abgehakt. Ab Kilometer 50 wurden dann auch langsam die Beine schwer und es wurde zunehmend zäher. In Anbetracht meiner Vorbereitung war ich damit allerdings mehr als zufrieden. Am Ende waren 9:57h für 72km mit etwas mehr als 2.000hm.

3 Tage später begann dann die „I run 661km“- Challenge. Wie der Name schon sagt, ging es darum 661km zu Fuß zurückzulegen, innerhalb des Oktobers. Mit anderen Worten, jeden Tag einen Halbmarathon. Wobei nicht nur Laufen, sondern auch gehen oder wandern zählen sollte. Hier ging es mir eigentlich nur darum, herauszufinden, ob ich es kann und wie ich letztendlich die Belastung wegstecke. von den 661km bin ich letztendlich rund 400km wirklich gelaufen, den Rest gegangen bzw. spaziert. Dafür, dass mein normales wöchentliches Laufpensum i.d.R. bei 40-60km liegt, war das schon eine erhebliche Steigerung. Und das Beste: ich habe sie beschwerdefrei absolviert. Da ich die meisten der 400km mit Amalia im Croozer zurückgelegt habe, waren lange Läufe oder ein spezifisches Marathontraining nicht drin. Mein längste Einheit waren 21km. Trotzdem war ich einigermaßen optimistisch für den Frankfurt Marathon. Versuchen wir es mal mit Quantität statt Qualität, war mein Gedanke. Ich lief in einem 4:55er Schnitt an und forcierte dann das Tempo noch ein wenig und wollte einfach sehen, wie lange es gut geht. Nach 1:40h hatte ich die Halbmarathonmarke passiert und war erstaunt, dass es noch immer läuft. Schwere Beine verspürte ich erst ab KM 28, konnte aber die die erste Gehpause noch weitere 5km hinauszögern. Die letzten 9km waren dann aber wirklich schwer. Ein ständiger Wechsel zwischen gehen und laufen, dennoch habe ich nicht soviel Zeit eingebüßt, wie ich erwartet hatte. Mit meiner Zielzeit von 3:37h kann ich bei der Vorbelastung und dem unspezifischen Training mehr als zufrieden sein. Müsste meine drittbeste Marathonzeit gewesen sein. Da der Marathon am 28. war und ich meine 661km noch nicht voll hatte, habe ich mir nur den Montag und Dienstag als Pausentage gegönnt und  bin dann am 31. direkt nochmal 17km gelaufen.

Nach dem thorXtri dnf waren dann der September und Oktober aus sportlicher Sicht sehr erfolgreich. Den Pfalztrail geschafft, die 661 Challenge geschafft und eine für meine Verhältnisse gute Marathonzeit. Da ich keine Platz für den KoBoLt bekommen habe, ist damit die Wettkampfsaison für dieses Jahr beendet, wenn man mal von irgendwelchen 10ern, Winterlaufserien oder Silvesterläufen absieht.

Für Januar ist dann schon mal der TaunusUltra und für Februar der Kristallmarathon im Bergwerk von Merkers geplant. Aber zur 2019er Saison ein ander Mal mehr.

 

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